Elektromobil für Senioren

Wenn das Gehen im Alter nicht mehr so richtig funktionieren will, kann man sich heute mit allerlei Gehhilfen behelfen. Anfangs ist vielleicht ein Gehstock noch ausreichend, aber dann dürfen die Beschwerden nicht allzu stark sein. Der Gehstock hilft ja nicht wirklich, wenn Schwäche in den Beinen das Gehen erschwert, sondern eher bei Problemen mit dem Gleichgewicht. Richtig Aufstützen und somit das Gewicht verlagern ist im Allgemeinen nicht möglich.

Besser ist dann schon der Rollator. Auch hier ist er eine große Hilfe, das Gleichgewicht besser zu halten, aber außerdem kann man sich noch etwas auf den Griffen abstützen. Übertreiben sollte man es aber nicht, denn abgesehen davon, daß die meisten Rollatoren nicht für höhere Belastungen ausgelegt sind, ist das Abstützen nur auf die Hinterräder auch nicht vorteilhaft beim Gehen und Lenken. Aber es geht, und meiner Meinung nach sollte man den Rollator auch so weit wie möglich benutzen, gerade auch um die Restkraft in den Beinen zu halten und deren Muskulatur zu stärken.

Senioren – Scooter: Oft das letzte Mittel

Elektromobil für Senioren

Optisch eine Verführung: Ein schickes Elektromobil. Sogar Rammschutz vorhanden, falls man mal irgendwo gegen fährt. Bildquelle: Amazon


Wer aber noch Probleme mit den Füßen hat, speziell an den Fußsohlen, und deshalb oft schmerzen verspürt, der wird nicht mehr wirklich gut mit dem Rollator laufen wollen. Jetzt kann eventuell ein Rollstuhl in Betracht kommen, oder für immer noch mobile Senioren ein Elektromobil. Dieser Markt ist in den letzten Jahren mächtig gewachsen, nicht nur was die Menge der Anbieter betrifft, sondern auch die Auswahl verschiedener Scooter. Und neuerdings wird nicht mehr nur Wert auf Funktionalität gelegt (technisch sind sie sich im Grunde fast alle gleich, sondern auch auf Styling und Optik.

Es gibt aber auch ein paar wunderschöne Scooter!

Und die Auswahl wird immer größer: Sogar Elektromobile für 2 Senioren * sind nicht mehr selten, außerdem schicke Flitzer mit glänzenden Lacken und viel Chrom, daß sich so manch ein  gehbehinderter Senior meiner Meinung nach viel zu früh für so einen Scooter entscheidet.

Und gerade weil die diese Scooter technisch nicht wirklich großartig unterscheiden, können Sie bei der Auswahl durchaus Ihr Herz mitsprechen lassen!

Notwendig: Elektromobil für Senioren?

Dabei stellt sich mir oft die frage, ob es in Einzelfällen wirklich ein Vorteil ist, von einem Rollator auf den Scooter umzusteigen. Ich kenne einige ältere Menschen, die eigentlich noch ganz gut zu Fuß sind und mit ihrem Rollator auch längere Wegstrecken zurücklegen. Durch ihre Angehörigen werden sie oft ermuntert, einmal auf einem Elektromobil einige Runden zu drehen, und siehe da: Sie sind sofort begeistert und schauen sich den Rollator als Gehhilfe gar nicht mehr an. Jetzt wird auch der kleinste Weg außerhalb der Wohnung mit dem Scooter zurückgelegt, mit dem Ergebnis, das die Muskulatur immer mehr erschlafft und das Gehen dadurch immer schwerer fällt.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung von meiner Mutter: Wie oft und wie weit war sie mit ihrem Rollator unterwegs. Überall hin: zum Arzt, zum Einkaufen oder einfach nur in ihrer Wohnsiedlung spazieren.

Dann hat sie jemand (ich war’s nicht) zu einem Elektromobil überredet, und seitdem hat sie den Rollator nicht mehr genutzt. Mit dem Ergebnis, daß sie jetzt fast überhaupt nicht mehr laufen kann wegen Muskelschwäche in den Beinen. Sogar in der Wohnung ist sie jetzt auf einen speziellen Wohnungsrollator angewiesen, vorher hat ein Gehstock gereicht.

Nichts gegen Scooter für Senioren

Ich will jetzt nicht sagen: „Kaufen Sie sich kein Elektromobil„, weil es manchmal doch notwendig ist. Aber ich rate Ihnen: „Kaufen Sie keinen Scooter, wenn das Gehen noch mit dem Rollator möglich ist!„. Um so länger sind sie noch zu Fuß unterwegs und stärken ihre Muskeln nicht nur an den Beinen, sondern am gesamten Körper.

Meine Mutter  kann zurzeit gar nicht mehr alleine laufen, selbst mit dem Rollator schafft sie außerhalb der Wohnung keine zwanzig Meter mehr. Jetzt muß sie unter Betreuung erst wieder das Laufen lernen, aber da bin ich recht zuversichtlich: Sie macht Fortschritte!

Das Elektromobil mußte ich ihr inzwischen entziehen, weil sie doch immer unsicherer wurde. Die schnelle Beschleunigung konnte sie kaum noch meistern, und einige Aussetzer im Kopf führte dazu, daß sie unterwegs immer mal wieder anhielt und einfach nicht weiterfahren konnte. Und das sogar beim Überqueren einer Straße!

Dabei hatte sie sogar nur ein relativ langsames Mobil. Es gibt andere, die sehr viel schneller zu fahren sind.


Das Fotomodell: Elektromobil für Senioren bei Amazon