Rollator Räder

Ein Rollator zeichnet sich dadurch aus, daß er Räder hat. Deswegen heißt er ja auch „Roll“ator, denn ohne Räder gibt es kein Rollen (außer man verbaut Steinwalzen wie bei den Feuersteins). Die meisten Rollatoren haben vier Räder, weil sie einfach die beste Stabilität in das Gefährt bringen. Einige sind auch nur mit drei Rädern ausgestattet: wer damit klarkommt, für den ist es vielleicht die beste Gehhilfe.

Ich selbst finde sie zu kippelig, und Menschen mit Problemen mit dem Gleichgewicht oder solche, die sich gerne mit ihrem Körpergewicht auf die Griffe des Rollators abstützen, sollten lieber vier Räder bevorzugen.

Einige Gehhilfen sind allerdings auch mit nur zwei Rädern ausgestattet: Sie gelten aber nicht als klassischer Rollator und werden eher noch bei der Reha von meist jüngeren Menschen genutzt. Ausnahmen bestätigen aber wie immer die Regeln!

Einen Rollator mit nur einem Rad habe ich noch nicht gesehen, deshalb kann ich dafür keine Informationen geben. Falls einer etwas anderes weis: Bitte das Kommentarfeld benutzen (oder eine Mail an mich).

Räder am Rollator

Rollator Räder - innen klein, draußen groß

Räder am Rollator

Ich möchte mich jetzt auf die am meisten gekauften Rollatoren mit vier Rädern beschränken, für die „Dreiräder“ gilt es aber im Allgemeinen genauso. Eigentlich kann man ja denken, daß es egal ist, mit welchen Rädern solch ein Rollator ausgestattet ist. Das dem nicht so ist, werden Sie gleich erfahren.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Räder am Rollator im Einsatzbereich. Denn diese rollenden Gehhilfen werden innerhalb der Wohnung eingesetzt und auch außerhalb, dort vielleicht noch öfter. Dementsprechend muß auch der Rollator hergestellt werden, denn die Unterschiede sich doch enorm, oft sogar gegensätzlich. Einen perfekten Rollator für alle Lebenslagen kann es nicht geben, meistens wird man bei entsprechenden Allroundern auf Kompromisse eingehen müssen.

Gerade auf die Räder kommt es an, ob Sie mit ihrem Rollator gut fahren und rangieren können oder nicht. In der Wohnung sollten die Räder möglichst klein sein, damit das ganze Gefährt wendig ist und um alle Ecken kommt. Außerhalb sind dagegen größere Räder besser, da sie einen besseren Geradeauslauf bieten und auch besser über Hindernisse hinwegkommen. Versuchen Sie einmal, mit einem Wohnungsrollator auf eine gepflasterte Straße zu fahren. Jede Lücke zwischen den Steinen läßt die Räder hineinfallen, es ist wirklich keine angenehme Bewegung. Schon gar nicht, wenn die Gehhilfe eventuell auch noch beladen ist.

Rollator Bereifung

Andere Unterschiede bestehen in der aufgebrachten Bereifung. Früher waren sie aus Vollgummi, oder auch weicherem Softgummi, auch eine Holzbereifung habe ich schon gesehen. Aber dadurch war der gesamte Rollator unnötig schwer, und da der Trend ja zu immer leichteren Fahrzeugen führt, werden heute die meisten Gehhilfen mit TPE – Reifen gebaut. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der die Eigenschaften von Gummi hat, aber wesentlich leichter ist. Da dieses Material auch verschleißfest ist, wird er für den Rollator in der Wohnung ebenso genutzt wie für einen Outdoor – Rollator.

Es gab auch einmal eine zeitlang Luftreifen am Rollator. Die waren besonders auf schlechten Wegen gut, weil sie nachgiebiger waren als Vollgummi und dadurch leichte Stöße abfedern konnten. Aber das waren wirklich nur die leichtesten: In der Praxis war dieser Unterschied zu anderen Rädern kaum zu bemerken. Außerdem mußte solch ein mit Luft gefülltes Rolltorrad eine bestimmte Mindestgröße haben, um überhaupt zu wirken: Sie ahnen es sicherlich schon, zu schwer.

Das Material der Reifen für den Rollator ist ihn der heutigen Zeit schon optimal, ich würde mir darüber keine Gedanken machen. Viel wichtiger sind die Räder, besonders wenn Sie den Rollator in der Wohnung oder eben außerhalb benutzen.

Kleine Räder, große Räder für den Rollator

Räder Rollator draußen

Hier werden Sie mit einem Wohnungsrollator und den kleinen schmalen Rädern nicht weit kommen

Ich denke mal, wenn Sie bis hierher mitgelesen haben, werden Sie nun wissen, worauf ich hinaus wollte. Einen Rollator für alle Fälle gibt es nicht, man kann allerdings mit einem Allrounder zurechtkommen, wenn man nicht gerade eine sehr kleine Wohnung hat. Denn dort ist Rangieren schwieriger, und für draußen können dann die Räder vielleicht zu klein sein, besonders wenn man nicht gerade sehr ebene Wege bewältigen muß.

Günstig ist es, meiner Meinung nach, wenn man sich einen wirklich guten, stabilen Rollator mit benötigtem Zubehör für draußen anschafft, mit einer entsprechenden Größe und Belastbarkeit, und einen kleinen, wendigen und leichten für die Wohnung. Der braucht dann auch nicht so viel Ausstattung und ist in den letzten  Jahren sehr preisgünstig geworden. Ab etwa 50 Euro sind Sie hier dabei: Und bei wem das wirklich nicht gehrt, der sollte bei seiner Krankenkasse einen Zuschuß beantragen.

Ab Pflegegrad 3 muß man bei manchen Kassen garnichts mehr zuzahlen, das Geld sollte dann nicht mehr die Ausrede sein.