Ein Scooter für Senioren kann Sie lange mobil bleiben lassen. Worauf es beim Kauf ankommt, das erfahren Sie hier in diesem Ratgeber.

Wenn Sie sich für den Kauf eines Elektromobils entschieden haben, oder sich entschlossen haben, einem gehbehinderten Verwandten aus der Familie mit solch einer Gehhilfe eine gewisse Mobilität zu erhalten, stellt sich natürlich die Frage: Welcher Scooter ist dafür am besten geeignet? Den inzwischen haben viele neue Modelle den Markt erobert, die zwar im Großen und Ganzen technisch nicht wirklich unterschiedlich sind, aber doch einige Besonderheiten haben können. Einige möchte ich heute für die Kaufentscheidung nennen und so mit dazu beitragen, daß sein Benutzen eine lange Zeit Freude daran hat.

Scooter für Senioren kaufen

Der erste Gedanke sollte sein, welches Elektromobil grundsätzlich gewünscht wird. Als markantestes Unterscheidungsmerkmal fällt hier sicherlich eine Ausführung als Dreirad, mit vier Rädern oder sogar mit einem zweitem vollwertigen Sitz auf.

Jedes von ihnen hat seine Berechtigung, sonst würden sie wohl nicht gebaut werden, aber in einigen Punkten unterscheiden sie sich natürlich. Jedes hat auch Vorteile den anderen gegenüber, sowie Nachteile. Der subjektive Eindruck ist auch oft mitentscheiden (ich persönlich mag die dreirädrigen zum Beispiel nicht besonders), aber auch der generelle Einsatzzweck kann kaufentscheidend sein. Den Scooter mit zwei Sitzen verwendet man wahrscheinlich nicht in erster Linie zum Einkaufen, sondern für die Freizeit mit einer zweiten Person.

Einige Kriterien werden Sie sich sicherlich schon verinnerlichen, ehe Sie zum Kauf in ein Geschäft fahren oder eine Internetseite aufrufen. Das könnten unter anderem sein:

  1. Wieviele Personen sollen damit befördert werden
  2. Was wiegt solch ein Elektromobil für Senioren
  3. Wie groß ist der Scooter, was sind seine Maße, paßt er durch die Gartentür
  4. Wie weit recht der Akku, und wie lange braucht er, um wieder aufgeladen zu werden
  5. Wird der Scooter auch innerhalb der Wohnung eingesetzt
  6. Welches Zubehör wird angeboten
  7. Wie schnell soll das Elektromobil sein

Alles fragen, die schon im Vorfeld geklärt sein sollten, bevor Sie sich die erste elektrische Gehhilfe ansehen. Doch zuerst sollten Sie sich im klaren sein, wieviele Räder der Scooter haben soll.

Drei oder Vier Räder beim Scooter für Senioren

Damit fällt schon einmal eine ganze Gruppe von Elektromobilen heraus. Das Fahrverhalten mit unterschiedlich vielen Rädern ist durchaus ziemlich unterschiedlich, was man eigentlich schon beim Anblick vermutet. Allerdings sind dreirädrige wie anfangs bei den Autos nicht mehr als billige Alternativen zu verstehen, denn so groß sind die Preisunterschiede oft nicht. In der Handhabung fallen dann aber einige Eigenheiten schon auf.

Scooter mit drei Rädern

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass dreirädrige Mobile schmaler sein sollen als solche mit vier Rädern. Dasselbe habe ich schon vom Rollator gehört, aber meine Erfahrung ist eine andere: Da diese Mobile ja nicht umkippen sollen, ist die hintere Achse mit den beiden Rädern oft ziemlich breit. Was nutzt es da, wenn das Vorderrad durch jede Lücke kommt, die Hinterräder aber plötzlich stecken bleiben? Eben, gar nichts. Deshalb sollte man sich immer an der breite der hinteren Achse orientieren, wenn man die Durchfahrt zum Beispiel durch die Gartentür messen will.

Insgesamt brauchen sie aber weniger Platz, das stimmt schon. Durch das einzelne Vorderrad sind sie auch sehr wendig und haben einen kleinen Wendekreis, was besonders dann von Vorteil ist, wenn der Scooter auch in Innenräumen eingesetzt wird. Auch das Navigieren, eine sogenannte „Slalomfahrt“, ist mit dem Dreirad besser zu machen.

Umkippen sollen sie ja nicht können, wenn man den vielen Testberichten im Internet glaubt. Allerdings: Ich habe schon Modelle ausprobiert und bin da ziemlich forsch herangegangen. Wenn man beim Beschleunigen ziemlich stark einlenkt, können doch ganz schöne „kribbelige“ Bedenken aufkommen. Und beschleunigen tun diese elektrischen Gehhilfen wirklich enorm, da hat so manch ein betagter Senior seine Probleme mit.

Wer oft in Gegenden unterwegs ist, wo es ziemlich eng werden kann, oder den dreirädrigen Scooter sogar in der Wohnung nutzen möchte, der wird sicherlich seine Freude daran haben. Mein persönlicher Favorit ist er aber nicht.

Scooter mit vier Rädern

Die meisten Elektromobile für Senioren werden allerdings mit vier Rädern angeboten. Hier ist erst einmal die Gewichtsverteilung viel ausgewogener, man fühlt sich insgesamt sicherer (jedenfalls ist das meine persönliche Erfahrung). Diese Scooter sind meistens auch schneller, eben weil sie besser zu händeln sind und kleinere Fahrtfehler besser verkraften. Auch wenn es draußen auf der Straße einmal ungemütlicher wird (schlechte Wegstrecke mit Schlaglöchern und anderen Unebenheiten) hat man sie besser im Griff.

Es gibt sogar Scooter, mit denen kann man gefahrlos über Feldwege oder Wiesenflächen fahren, ohne daß sie Probleme machen.

Allerdings sollte man auch beachten, daß diese Elektromobile oft insgesamt etwas größer sind und sich in einer Wohnung weniger gut bewegen lassen, weil der Wenderadius doch erheblich größer ist. Auch das Gewicht ist oft höher, aber meiner Meinung nach sitzt man auf längeren Strecken bequemer. Jedenfalls kam es mir etwas weniger anstrengend vor.

Elektromobil für zwei Personen

Einige Scooter für Senioren sind mit einem zweiten Sitz ausgestattet. Ob man den unbedingt braucht, muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ehepaare, die vielleicht beide nicht mehr so gut zu Fuß sind, können diese Doppelsitzer prima nutzen, um zum Beispiel gemeinsam einen Ausflug zu machen. Wert sich selbst nicht mehr in der Lage fühlt, noch mit dem Auto unterwegs zu sein, der ist mit dem langsameren Scooter trotzdem noch in der Lage, mobil zu bleiben.

Allerdings sollte man bedenken, das diese Elektromobile für 2 Senioren auch stattliche Ausmaße haben, die an die eines kleinen Pkws schon fast herankommen. Auch sind sie durch die zusätzliche Ausstattung und den stärkeren Akku schwerer und in der Wohnung so gut wie überhaupt nicht mehr zu nutzen. Aber wer fährt auch in der eigenen Wohnung zu zweit mit einem Scooter spazieren?

Diese Variante würde ich eher als Luxus bezeichnen, sie hat mit der eigentlichen Gehbehinderung und den Drang nach Mobilität nicht mehr so viel gemeinsam. Die Krankenkassen sehen es ähnlich, deswegen gibt es für diese Modelle selten einen Zuschuss zu den kosten.

Aber eine Alternative zum Auto sind sie alle Male, wenn man zu zweit in die näheren Umgebung zum Erholen fahren möchte. Allerdings auch keine billige.

Weitere Tipps zum Kauf eines Scooters für Senioren

Wie oben schon aufgelistet, gibt es einige Dinge, die schon geklärt sein sollten, bevor Sie sich auf die Suche nach dem passendem Elektromobil machen. Wenn das geklärt ist, läßt sich die Suche schon relativ weit einschränken, und dann werden Sie feststellen, daß es bei bestimmten Kriterien plötzlich gar keine große Auswahlmöglichkeit mehr gibt, trotz dem hohen Angebot an Scooter für Senioren.

Hier einige meiner Gedanken dazu:

Wieviele Personen sollen mit dem Scooter befördert werden

Die meisten Nutzen werden wohl ein Elektromobil nur für sich persönlich kaufen. Da reicht dann natürlich ein einziger Sitz, denn einen Anhalter werden sie wohl nicht mitnehmen wollen. Trotzdem kann es gelegentlich vorkommen, daß ihnen eine betreuende Person zur Seite steht. Die begleitet ihn dann aber mit einem Fahrrad oder anderem Fortbewegungsmittel: Ein zweisitziges Elektromobil lohnt sich deswegen nicht.

Anders ist es, wenn es ein älteres Ehepaar ist, das gemeinsam öfter etwas unternehmen möchte. Oder auch ein guter Freund oder Bekannter, der regelmäßig bei Ausflügen mit dabei ist. Dann kann so ein Zweisitzer durchaus angebracht sein, denn wie heißt es doch so schön: „Geteilte Freude ist doppelte Freude!“.

Das Gewicht eines Elektromobils für Senioren

Das Gewicht ist zwar relativ unbedeutend, kann aber manchmal doch beachtenswert sein. Wer zum Beispiel oft auf unbefestigten Feldwegen unterwegs ist (nicht jeder lebt in einer Großstadt), der wird eher ein leichtes Mobil wählen, was nicht so schnell in losem Sand einsinkt. Auch in der Wohnung ist wenig Gewicht von Vorteil beim Rangieren.

Für den täglichen Einsatz auf der Straße spielt das Gewicht des Scooters eher keine große Rolle.

Scooter für Senioren – die Maße

Bei den Maßen sollte man etwas genauer hinsehen als bei dem Gewicht. Bei den wenigen Einsätzen innerhalb einer Wohnung sollte der Scooter ebenso wie der Rollator möglichst schmal sein, um überall durchzukommen. Außerhalb spielen die Maße eher keine Rolle – denkt man. Es gibt aber auch Senioren, die auf einem Grundstück wohnen. Um diese zu verlassen, müssen sie durch eine Gartentür fahren. Und die kann eventuell nicht breit genug sein (aus eigener Erfahrung).

Da hilft dann nur: vorher ausmessen und das passende Elektromobil kaufen. Oder aber, wie bei dem mir bekannten Fall eine breitere Gartentür einbauen (lassen).

Scooter für Senioren – der Akku

Fast alle Elektromobile haben eine Anzeige für den Akku, wo man sich über den Ladezustand informieren kann. Generell gilt: Ein Akku kann nie groß genug sein! Man sollte schon vor dem Kauf eines Scooters wissen, wie weit und oft man mit ihm zu fahren gedenkt, um nicht plötzlich stromlos liegenzubleiben.

Aber keine Panik, moderne Elektromobile fahren in der Regel länger, als Sie es auf dem Sitz aushalten. Nur wer mehrere Wege am Tag bewältigen muß, sollte die Anzeigen immer im Auge behalten. Und auch wissen, wie lange es dauert, bis ein leerer Akku wieder voll aufgeladen ist. Meistens reicht dafür aber eine einzige Nacht.

Elektromobil für Senioren in der Wohnung

Es kommt zwar nicht häufig vor, daß der Scooter auch in der Wohnung genutzt wird, aber es kommt halt vor. Klar, wer in einem Mietshaus im vierten Stock wohnt, ohne Fahrstuhl, der wird sein Elektromobil dort sicherlich nicht nutzen können. Aber viele Menschen wohnen in einem ebenerdigen Einfamilienhaus, und hier ist es durchaus denkbar, von draußen bis ins Wohnzimmer zu fahren.

Zubehör für das Elektromobil

Wie beim Rollator gibt es natürlich auch für die elektrischen Gehhilfen einiges an Zubehör. Manches ist nützlich, anders dient eher dem Komfort oder dem eigenen Ego. Eine Unterflurbeleuchtung habe ich noch nicht gesehen, jedenfalls nicht serienmäßig. Aber ob man ein Navi braucht, was ich tatsächlich schon auf einer Internetseite gesehen habe, ist doch eher fraglich. Besitzer von Elektromobilen sind meistens Senioren, die immer die gleichen Wege zurücklegen. Und sich auch oft gar nicht mit dem Umgang eines Navis auskennen.

Ich kenne einige Menschen, die oft mit ihrem Scooter unterwegs sind – ein Navi habe ich noch bei keinem gesehen.

Das wichtigste Zubehör wird übrigens bei vielen Elektromobilen schon mitgeliefert. Welche Extras es sonst noch gibt, habe ich hier einmal recherchiert.

Tempo Scooter: 6, 15 0der 25 km/h? Oder noch schneller?

Elektromobile haben unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten. Das sieht man am Preis, an der Ausstattung und auch an den Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, wenn Sie solch einen Scooter nutzen wollen.

Für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten sind dem entsprechend auch verschiedene Voraussetzungen notwendig. Einige darf man fahren ohne Führerschein, Zulassung oder TÜV. Bei anderen ist es Vorschrift: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie das von Ihnen anvisierte Elektromobil überhaupt führen dürfen, lesen Sie bitte hier weiter!

 

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