Tempo Scooter: 6, 15 oder 25 km/h? Oder noch schneller?

Ältere Menschen können oft nicht mehr so gut oder lange gehen, deswegen sind Pedelec oder E-Scooter eine wertvolle Hilfe im Alltag. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten bieten viele Vorteile, sind aber nicht für jedermann geeignet.

Die Vorteile eines Elektromobils für Senioren

Egal, ob es zum Arzt oder Einkaufen geht, die umweltfreundlichen und nachhaltigen Fahrzeuge sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Ein Parkplatz findet sich immer, wenn sie gebraucht werden. Scooter gehören verrechnungstechnisch zu den Krankenfahrstühlen. Das ist in Bezug auf Zuschüsse und Förderungen entscheidend! Die Kassen tragen für Ministromer bis zu 6 km/h die Kosten. Voraussetzung ist das Rezept vom Arzt.

Wer schneller fahren möchte muß meist die Kosten selber tragen (Ausnahmen gibt es aber wie immer auch hierbei). Mit bis zu 25 km/h kann man mit einem Elektromobil für Senioren unterwegs sein, allerdings sind dafür schon eine ganze Menge Voraussetzungen möglich. Aber machen kann man das.



Welches Elektromobil ist das Richtige?

Grundsätzlich hängt es davon ab, ob die Probleme in den Beinen liegen oder ob es am mangelnden Gleichgewicht liegt. Die meisten älteren Menschen haben Probleme mit den Beinen. Ratsam ist es, sich mehrere Modelle anzusehen und auszuprobieren. E-Dreiräder sind für fast alle Probleme geeignet.

Das Pedelec

Die Geschwindigkeit liegt bei 25 km/h, eignet sich für Radfahrer, die lange Touren lieben und Anstiege meistern müssen. Diese Elektromobile sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Dazu gehören Trekking-, MTB-, City-, Faltrad- und Kompaktmodelle. Führerschein ist keiner dafür nötig und die Kosten beginnen bei 2.000 Euro. Für die Mitnahme in den Öffis muss nachgefragt werden. Ein Helm sollte immer getragen werden. Dieses Elektromobil hat einen tiefen Durchstieg.

Der E-Scooter

Der E-Scooter ist ideal für Ausflüge, Strecken bis zu 70 Kilometern und ausgedehnten Shoppingtouren. Das Gefährt ist ideal als Autoersatz und für jene, die nicht mehr gut Radfahren können und Gleichgewichtsprobleme haben. Die Kassen tragen die Kosten. Manches Mal wird auch ein Leihmobil gestellt. Dafür ist ein Rezept vom Arzt nötig. Alle Elektromobile, die schneller als 6 km/h fahren, sind ein Kennzeichen sowie eine Betriebserlaubnis erforderlich. Führerschein ist keiner notwendig. Mit guter Ausführung kosten diese Elektromobile bis 6 km/h 2.000 Euro. Der Akku bleibt im Gefährt und muss zu Hause aufgeladen werden. Deshalb müssen die Lademöglichkeiten überprüft werden.

Das E-Dreirad

Dieses Elektromobil ist nur für kurze Fahrten, zur Apotheke oder in den nahen Supermarkt geeignet. Das E-Dreirad ist für alle agile ältere Menschen geeignet, die etwas Hilfe beim Gleichgewicht brauchen. Die Kippstabilität ist hervorragend. Die Kosten liegen bei 3.000 Euro. Führerschein ist keiner erforderlich. Gefahren kann überall dort werden, wo Radfahren auch möglich ist. Die Mitnahme in Öffis ist nicht erlaubt.



E-Roller

Ausflüge in die Stadt sind damit kein Problem mehr. Dieser Ministromer eignet sich für Strecken bis zu 60 Kilometern. Dafür sind jedoch Kenntnisse für das Fahren mit Rollern sowie ein gutes Reaktionsvermögen erforderlich. Diese Elektromobile stehen auch in dreirädriger Ausführung zur Auswahl. Damit sind sie kippsicherer. Die Geschwindigkeit liegt bei ca. 25 km/h.

Auch mofaähnliche Zweiräder stehen zur Wahl. Ein Kennzeichen sowie eine Betriebserlaubnis sind für alle Modelle notwendig. Damit darf nur auf Straßen gefahren werden und auf Radwegen mit einem Mofakennzeichen.

Ein Führerschein ist jedoch erforderlich. Die Kosten liegen bei 2.000 Euro. Der Helm muss getragen werden. Der Sitz kann verstellt werden und der Akku ist herausnehmbar. Für manche wird damit das Laden erleichtert.

Auch wenn ich schon ältere Menschen gesehen habe, die auf solch einem elektrischen Roller unterwegs waren, würde ich ihn trotzdem nicht empfehlen. Auf dieser Webseite möchte ich Mitmenschen helfen und Ratschläge geben, die Schwierigkeiten beim Gehen haben. Für diese ist der Roller nicht wirklich geeignet.

Der Kabinenscooter

Dieser eignet sich nur für kurze Fahrten, bietet dafür aber einen sehr guten Wetterschutz. Dieses Elektromobil ist eine sehr gute Alternative zum Auto und wird ein- oder zweisitzig angeboten. Die Geschwindigkeit kann zwischen 6 km/h oder 15 km/ gewählt werden. Das Gefährt muss der Straßenverkehrsordnung entsprechen und daher über eine Scheibenwischanlage, Scheibenwischer und ein Gebläse verfügen. Eine Betriebserlaubnis ist nötig.



Die Kosten liegen bei ca. 8.000 Euro. Dieses Elektromobil darf nur auf Straßen verwendet werden. Ein Führerschein ist mancherorts notwendig. Darüber informiert der ADAC. Eine fundierte Einweisung ist zu empfehlen.

Die Geschwindigkeiten

Diese hängt natürlich von der Art des Elektromobils ab und von der Motorleistung. Für lange Fahrten sind höhere Geschwindigkeiten besser. Allerdings sollte auch darauf geachtet werden, dass bei höheren Geschwindigkeiten auch die Anforderungen beim Kauf steigen (Führerschein, erlaubte Fahrbereiche, etc.). Höhere Geschwindigkeiten bedeuten auch, dass eine bessere Reaktionsfähigkeit gegeben sein muss, um Unfälle verhindern zu können.



Ich denke mal, daß für die meisten Besorgungen Elektromobile bis 6 km/h völlig ausreichend sind. Man ist ja schließlich nicht auf der Flucht, das Reaktionsvermögen nicht mehr bestens, und vielleicht sollten Sie auch denken: „Der Weg ist das Ziel!“. Spaß machen diese Mobile trotzdem, und wenn Sie selbstständig Ihre Angelegenheiten machen konnten, werden Sie am Abend auch stolz darauf sein. Egal ob mit 25, 15 oder nur 6 km/h!